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Ziele

Sensibilisierung für die gesellschaftlich geprägten Formen des Antisemitismus sowie die eigene, zum Teil unbewusste Teilhabe daran bilden einen Schwerpunkt der Arbeit des Projektes "BildungsBausteine gegen Antisemitismus". Die eigene Rolle innerhalb der Gruppe, der Familie, der Clique oder der Gesellschaft kennen zu lernen, stellt eine notwendige Grundlage dar, um angemessen auf Antisemitismus, Rassismus, Sexismus und Diskriminierung reagieren zu können.
Die Ziele unserer Seminare und Workshops sind:
- Sensibilisieren für antisemitische Stereotype, ihre Mechanismen und Funktionen
- Erkennen von Antisemitismus als gesellschaftliches Phänomen
- Reflexion des eigenen Denkens und Handelns
- Bewusstwerden eigener stereotyper Bilder
- Erarbeiten von Wissen über die Geschichte des Antijudaismus und Antisemitismus
- Entdecken von Kontinuitäten und Brüchen antisemitischer Erklärungsmuster in Geschichte und Gegenwart
- Sichtbarmachen von jüdischen Lebenswelten
- Motivieren zu Engagement gegen Antisemitismus (und andere Formen der Demokratiefeindlichkeit)
- einen kritischen Umgang mit Medien fördern
- Bestärken von emanzipatorischen Verhaltensweisen
- Erweitern persönlicher Kompetenzen
Und in der Arbeit mit MultiplikatorInnen darüber hinaus:
- Kennen lernen und Erproben von Methodik und Didaktik zur Bearbeitung von Antisemitismus
- Klären eigener Fragen und Widersprüche zum Thema
- Reflexion der eigenen pädagogischen Praxis
- Raum schaffen für einen fachlichen Austausch untereinander
Allgemeine Ziele der Seminararbeit
Auf einer allgemeineren Ebene geht es uns grundsätzlich darum, Empathievermögen und Perspektivwechsel zu unterstützen sowie ein Nachdenken über die Frage anzuregen, wie sich Zuschreibungen auf Menschen auswirken und welche Funktion antisemitische (und andere) Klischees für eine Gesellschaft haben. Neben der Befähigung zur Selbstreflexion mit dem Ziel solidarischen Eingreifens möchten wir vermitteln, dass es bereichernd ist, Vielfalt und Unterschiedlichkeiten von Menschen zulassen zu können, anstatt die eigene Selbstbestimmung und die anderer Menschen sowie deren Freiheit einzuschränken. Wir möchten die Teilnehmenden befähigen, gesellschaftliche Strukturen und einfache Erklärungen kritisch in Frage zu stellen.
Ein wichtiger Grundsatz unserer Arbeit ist, die Teilnehmenden darin zu stärken, Verantwortung nicht zu delegieren, sondern selbst zu übernehmen. Dies ist gerade auch bei der Arbeit gegen Antisemitismus wichtig, da dieser Jüdinnen und Juden die Verantwortung für bedrohliche Ereignisse und Entwicklungen zuschreibt und damit die eigene Entlastung von Verantwortung für gesellschaftliche Verhältnisse betreibt. Die Förderung von Verantwortung und Bildung von kritischem Bewusstsein beinhaltet auch, Ungleichheit als gesellschaftliches Machtverhältnis zu erkennen. Durch unsere Methoden wollen wir vor allem Denkanstöße geben und Raum schaffen für selbständige Erkenntnisse, die ins eigene Leben oder Arbeitsumfeld hinein getragen werden können.
